Handlungsorientierter Sprachaufbau

Kinder und Jugendliche lernen aus dem, was sie erleben!

Handeln führt zu Verinnerlichung und in der Folge zum Ausdruck in Sprache und Schrift.

Aus der Hirnforschung wissen wir, dass das Lernen leichter fällt, wenn die Lerninhalte in einem für die Kinder und Jugendlichen erfassbaren Zusammenhang stehen. Sobald es eine Verbindung zu bereits vorhandenem Wissen gibt, können wir daran anknüpfen. Dadurch kann Lernen besser gelingen.

Besonders gut lernen Kinder und Jugendliche,

- wenn durch zielgerichtete Alltagshandlungen Veränderung spürbar und erfahrbar gemacht wird.
- wenn es lustvoll passiert: in Verbindung mit Freude.
- wenn natürliche Neugierde geweckt wird.

Wenn es uns gelingt, die Emotionen der Kinder und Jugendlichen zu wecken, funktionieren die Speicherung und Vernetzung im Gehirn leichter.

Durch die selbstständige Tätigkeit haben die Kinder und Jugendlichen die Möglichkeit, Erfahrungen aus dem Handlungsablauf zu verinnerlichen. Je mehr Sinne beansprucht werden, umso leichter kann man lernen, Neues aufnehmen und vertiefen.

Durch diese gesammelten Erfahrungen und Wahrnehmungen kann Sprache effektiv und nachhaltig aufgebaut werden.

Aufbau:

1. Handeln nach differenzierten, individuell ausgewählten Anweisungen:

- Fotoserie mit Bildern der Handlung
- Anweisung mit Fotos „Vorher – Nachher“, die das Ursache – Wirkungsprinzip ansprechen
- schriftliche Anweisungen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen 

2. Sprachliche Aufarbeitung verbunden mit den Erfahrungen aus der Handlung: Wir besprechen das Erlebte.

3. Verschriftlichung: Wir schreiben das Erlebte auf. Versprachlichen und Verschriftlichen umfassen viele, vom Lehrplan für Deutsch, geforderte Lernbereiche und deren Ziele. Diese werden individuell auf die Bedürfnisse der SchülerInnen abgestimmt und können im fächerübergreifenden Unterricht vertieft werden.